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Van Hoften Tandprothetiek

Abformung oder intraoraler Scan: So erfassen wir Ihre Mundsituation

„Muss ein Abdruck gemacht werden?“ ist eine Frage, die wir oft hören. Mit Abformung Patienten meinen in der Regel, dass wir mit einem Löffel und Abdruckmaterial einen Abdruck vom Mund nehmen. Heutzutage können wir eine Zahnsituation oft digital erfassen mit einem Intraoralscanner. Beide Techniken haben das gleiche Ziel: eine genaue Kopie von Zähnen, Implantaten, Kiefer und Schleimhaut anzufertigen.

Ein Scan ist nicht automatisch besser als eine konventionelle Abformung. Besonders bei Vollprothesen sind bewegliche Schleimhaut, Muskelansätze und Prothesenränder wichtig. Manchmal erfasst Abformmaterial diese funktionelle Form besser. Deshalb wählen wir für jeden Patienten eine Abformung, einen Scan oder eine Kombination.

Eine Totalprothese wird digital gescannt
Die digitale Registrierung kann im Mund, aber auch außerhalb des Mundes durch Scannen einer vorhandenen Prothese oder eines Modells erfolgen.

Warum muss die Mundsituation erfasst werden?

Eine Abformung oder ein Scan kann für eine Vollprothese, Kunststoff-Teilprothese, Modellgussprothese, herausnehmbare Implantatprothese, Reparatur, Unterfütterung, Implantatversorgung oder digitale Behandlungsplanung nötig sein. Die Erfassung zeigt unter anderem:

  • die Form des Kiefers und der Schleimhaut;
  • die Lage und Form vorhandener Zähne und Backenzähne;
  • die Position von Implantaten oder Scankomponenten;
  • der verfügbare Platz für eine Prothese;
  • wie Ober- und Unterkiefer zusammenpassen;
  • wo Kanten, Lippenbänder und Muskelansätze lokalisiert sind.

Die Registrierung der Form ist nicht dasselbe wie eine Bissbestimmung. Bei einer Bissbeurteilung ermitteln wir die Stellung der Kiefer zueinander und die Höhe der Zähne und Backenzähne.

Zwei Arten der Registrierung

Regelmäßiger Abdruck oder digitaler Mundscan

A

Abformung mit Abformlöffel und Abformmaterial

Ein geeigneter Abdrucklöffel mit weichem Material wird kurzzeitig in den Mund gelegt. Nach dem Aushärten entsteht eine exakte Negativform des Mundes.

  • Kann Zähne, Kiefer und Weichteile erfassen.
  • Geeignet zur funktionellen Kantenbildung.
  • Kann bei Totalprothesen und beweglicher Schleimhaut erforderlich sein.
  • Aus der Abformung entsteht ein Modell oder eine digitale Datei.
3D

Intraoraler Scan

Ein kleiner Scankopf wird sanft durch den Mund bewegt. Viele einzelne Bilder werden auf dem Bildschirm sofort zu einem dreidimensionalen Modell zusammengefügt.

  • Kein Abdrucklöffel oder aushärtendes Material.
  • Fehlende Teile können sofort nachgescannt werden.
  • Das digitale Modell kann direkt überprüft werden.
  • Der Scan verwendet Licht und ist keine Röntgenuntersuchung.
Unsere Wahl ist maßgeschneidert. Komfort zählt, aber vor allem muss die Registrierung zu Ihrer Mundsituation und Behandlung passen. Manchmal kombinieren wir beide Techniken.

So läuft eine konventionelle Abformung ab

  1. Den passenden Abformlöffel auswählen. Wir setzen zunächst einen ausreichend großen Löffel ein, ohne unnötig zu drücken.
  2. Auftragen von Abformmaterial. Normalerweise verwenden wir Alginat für einen ersten Abdruck oder ein präziseres elastisches Material für einen endgültigen Abdruck.
  3. Einsetzen des Abformlöffels. Wir führen Lippen und Wangen und bitten Sie, ruhig durch die Nase zu atmen.
  4. Bitte kurz warten. Das Material muss kurz aushärten. Wir sagen Ihnen immer, wie lange es dauern wird.
  5. Ausbauen und prüfen. Mit einer gezielten Bewegung wird der Löffel entfernt. Wir prüfen, ob alle wichtigen Teile ordnungsgemäß erfasst wurden.
  6. Bei Bedarf wiederholen. Eine Luftblase, ein fehlender Rand oder eine Bewegung kann eine neue Abformung erforderlich machen.

Erste und endgültige Abformung

Bei Totalprothesen kann zunächst ein ungefährer Abdruck mit einem Standardlöffel erstellt werden. Basierend auf diesem Modell fertigen wir einen individuellen Löffel, der genau auf Ihren Mund abgestimmt ist. Mit diesem Löffel kann dann ein endgültiger Präzisionsabdruck genommen werden.

Bei der endgültigen Abformung können wir die Prothesenränder funktionell abformen. Durch Bewegungen von Lippen, Wangen und Zunge erfassen wir, wie lang und dick die Ränder sein dürfen, ohne Muskeln oder Lippenbändchen zu beeinträchtigen. Dies unterstützt Halt, Stabilität und Tragekomfort.

So funktioniert ein Intraoralscan

  1. Bereiten Sie sich vor. Wir achten darauf, dass die zu scannenden Oberflächen möglichst sichtbar und nicht zu nass sind.
  2. Scannen. Der Scankopf bewegt sich Schritt für Schritt entlang von Zähnen, Kiefer, Schleimhaut oder Scanteilen.
  3. Live ansehen. Auf dem Bildschirm entsteht sofort ein farbiges dreidimensionales Bild.
  4. Auffüllen. Ein verpasster Abschnitt kann lokal erneut erfasst werden, ohne den gesamten Scan wiederholen zu müssen.
  5. Biss registrieren. Bei Bedarf scannt der Behandler bei geschlossenem Mund einen Teil beider Zahnbögen, um die gegenseitige Lage zu erfassen.
  6. Prüfen und speichern. Die Datei wird derzeit überprüft und kann für die Planung, den Vergleich oder die Kommunikation mit dem Labor verwendet werden.

Ist ein Mundscan dasselbe wie eine Röntgenaufnahme?

Nein. Ein Intraoralscanner verwendet Kameras und Licht, um ein digitales Bild sichtbarer Oberflächen zu erstellen. Der Scan zeigt keine Wurzeln im Kieferknochen, Nerven, Entzündungen oder Knochenvolumen, wie dies bei einer Röntgenuntersuchung möglich ist. Wenn Informationen unter dem Zahnfleisch oder im Knochen erforderlich sind, kann eine separate Röntgenuntersuchung ratsam sein.

Was ist, wenn Sie leicht würgen?

Sagen Sie dies vor der Behandlung. Wir nehmen uns Zeit, wählen den Löffel und die Materialmenge sorgfältig aus und einigen uns auf ein klares Stoppsignal. Oft hilft es, aufrecht zu sitzen, ruhig durch die Nase zu atmen und zu wissen, was passiert. Für manche Menschen mag ein digitaler Scan komfortabler sein, allerdings muss der Scankopf auch den hinteren Teil des Mundes erreichen können.

Wenn Sie eine stark verstopfte Nase haben, übel sind oder sich unwohl fühlen, teilen Sie uns dies bitte im Voraus mit. Wir schauen dann gemeinsam, was sinnvoll ist.

Tut eine Abformung oder ein Scan weh?

Eine Registrierung sollte keine stechenden Schmerzen verursachen. Druck, Völlegefühl, Speichelfluss oder Würgeneigung können auftreten. Melden Sie empfindliche Stellen, Wunden, lockere Zähne oder kürzlich eingesetzte Implantate im Voraus. Wir halten bei Bedarf inne und passen die Technik an.

Wann wählen wir eine Kombination?

Bei einem vollständig zahnlosen Kiefer kann sich weiches Gewebe unter Druck und bei Bewegung verformen. Ein Scan erfasst vor allem die in diesem Moment sichtbare Situation. Eine Funktionsabformung kann dagegen abbilden, wie Wangen, Lippen und Zunge die Prothesenränder beeinflussen. Daher lässt sich beispielsweise ein erster Scan mit einer konventionellen endgültigen Abformung kombinieren.

Wir können auch einen vorhandenen Zahnersatz außerhalb des Mundes scannen, einen konventionellen Abdruck digitalisieren oder ein Modell im Labor scannen. Digitales Arbeiten bedeutet nicht, dass jeder Schritt zwangsläufig mit einem Scanner im Mund erfolgt.

Unsere Scanner haben unterschiedliche Aufgaben

  • SHINING 3D Aoralscan Elite: Intraoralscanner zur Registrierung im Mund, einschließlich Zähnen, Kieferformen und bestimmten Implantatpositionen.
  • 3Shape F8: Laborscanner zur Digitalisierung von Abdrücken, Modellen und prothetischen Werkstücken außerhalb des Mundes.
  • SHINING 3D MetiSmile: Gesichtsscanner, der die Form und Proportionen des Gesichts als zusätzliche Informationen für Design und Kommunikation erfassen kann.
  • 3Shape-Designsoftware: nutzt die digitalen Daten zur Analyse und Gestaltung einer Prothese.

Sehen Sie sich unsere komplette digitale Arbeitsmethode und Ausrüstung an.

Abformungen bei Implantaten und herausnehmbarem implantatgetragenem Zahnersatz

Bei Implantaten müssen neben der Schleimhautform auch die Positionen der Implantate und Aufbauten genau erfasst werden. Dafür können Scanbodies, Abformkomponenten oder Photogrammetrie verwendet werden. Welche Methode geeignet ist, hängt von der Implantatanzahl, dem System, dem Behandlungsschritt und der gewünschten prothetischen Versorgung ab.

Eine vorhandene Klickprothese, Steg oder Locator darf die Registrierung nicht unkontrolliert beeinflussen. Deshalb prüft der Behandler vorab, welche Teile an Ort und Stelle bleiben, entfernt oder separat gescannt werden sollen.

Kann ein Scan einen Termin einsparen?

Manchmal kann eine digitale Registrierung effizienter sein oder leicht ergänzt werden. Allerdings bedeutet die Digitalisierung nicht automatisch, dass weniger Termine nötig sind. Für eine gute Prothese bleiben die Kontrolle von Passform, Biss, Ästhetik, Sprache, Anpassung und Nachsorge wichtig. Die Anzahl der Kontaktmomente hängt von Ihrer Mundsituation und Ihrem Behandlungsplan ab.

Kosten und Erstattung

Eine notwendige Abformung oder ein Scan gehört in der Regel zum geplanten Behandlungsablauf. Abrechnung und Erstattung richten sich nach Prothesenart, Leistungscode, Krankenversicherung oder belgischer Krankenkasse und einer gegebenenfalls erforderlichen Genehmigung. Bei Bedarf erhalten Sie vorab einen Kostenvoranschlag.

Häufig gestellte Fragen

Muss die Abformung immer wiederholt werden, wenn ich mich bewege?

Nicht jede kleine Bewegung macht eine Abformung unbrauchbar. Wir prüfen die wichtigen Flächen, Ränder und Details. Nur wenn Angaben fehlen oder verzerrt sind, nehmen wir die Abformung erneut.

Kann ich den digitalen Scan selbst sehen?

Ja, normalerweise können wir das dreidimensionale Bild direkt auf dem Bildschirm anzeigen und erklären, welche Teile registriert sind.

Werden meine Scandaten gespeichert?

Daten, die Teil Ihrer Behandlung sind, werden gemäß den Regeln der Patientenakte und des Datenschutzes verarbeitet. Digitale Dateien werden nur für Ihre Pflege, Verwaltung oder rechtliche Verpflichtungen verwendet und weitergegeben.

Kann jeder gescannt werden?

Viele Situationen können digital erfasst werden, aber eine begrenzte Mundöffnung, viel Speichel, bewegliches Gewebe, tiefe Kanten oder eine komplexe Implantatkonstruktion können eine andere oder kombinierte Methode erfordern.

Zuverlässige Informationsquellen

  • KNMT – Erklärung eines Zahnabdrucks
  • KNMT – individuelle Präzisionsabformung für Totalprothesen
  • SHINING 3D – technische Informationen Aoralscan Elite

Diese allgemeinen Patienteninformationen wurden am 4. August 2026 überprüft und ersetzen keine persönliche Beurteilung oder Behandlungsberatung.

Möchten Sie vorab besprechen, was Ihnen gefällt?

Haben Sie einen starken Würgereflex, unangenehme Vorerfahrungen oder Angst vor einem Abdruck? Bitte geben Sie dies bei der Terminvereinbarung an. Wir erklären Ihnen vorab, was wir tun und wählen nach Möglichkeit die Methode aus, die zu Ihrem Mund und Ihrer Behandlung passt.

Vereinbaren Sie einen Termin oder fordern Sie einen Rückruf an.

Sorgfältig überprüfte Patienteninformationen

Diese Informationen wurden von Van Hoften Tandprothetiek zusammengestellt und der Inhalt wurde von überprüft Maurice van Hoften, Tandprothetiker (niederländischer Fachberuf für Zahnprothetik). Letzte Aktualisierung: 4. August 2026.

Ihre Mundsituation ist individuell. Diese Erläuterung ersetzt daher keine Untersuchung oder persönliche Behandlungsberatung.

Ihr erster Schritt

Besprechen Sie zunächst in Ruhe, was zu Ihnen passt

Ihr erstes Beratungsgespräch ist kostenlos. Wir gehen auf Ihre Wünsche ein, prüfen, welche Optionen zu Ihrer Situation passen und erläutern Ihnen die zu erwartende Behandlung und die Kosten. Sollten während des Termins Untersuchungen, Behandlungen oder zahntechnische Arbeiten erforderlich sein, besprechen wir die anfallenden Kosten vorab.

Kostenloses Erstgespräch vereinbaren Rufen Sie 043 737 02 29 an
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Persönlich gemacht, klar erklärt und vertraut nah.

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